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[Werbung] Wurmkur oder Kotuntersuchung?

Heute gibt es also den zweiten Teil unserer kleinen Beitragsreihe zum Thema "Würmer beim Hund". Nachdem ich euch gestern bereits allerhand wissenswertes zum Thema Würmer erzählt habe, möchte ich mich heute mit der Frage beschäftigen, wie sinnvoll regelmäßige Wurmkuren sind oder ob regelmäßige Kotuntersuchungen nicht die bessere Alternative sind?

 

Wie bereits gestern angekündigt, stellen wir euch außerdem den Wurmtest von vetevo vor und geben euch ein ehrliches Feedback. 

Die Wurmkur 

 

Wie im ersten Teil erklärt, ist die Wurmkur ein Nervengift, welches die Würmer abtöten soll. Die Dosierung ist für den Hund (oder für die Katze) nicht gefährlich, aber sie wird vom Körper resorbiert und belastet so natürlich auch die Entgiftungsorgane Leber und Niere. Auch die Darmflora kann langfristig natürlich aus dem Gleichgewicht gebracht werden, was zur Folge haben kann, dass der Darm für neue Wurmbefälle anfälliger ist.

 

Auf dem Markt gibt es verschiedene Wurmmittel von verschiedenen Herstellern und auch für unterschiedliche Altersklassen. Außerdem gibt es Kombipräparate, die gegen mehrere Wurmarten helfen und Präparate, die speziell für bspw. Bandwürmer sind. Der Tierarzt wird also immer individuell entscheiden, welches Präparat für welchen Hund am sinnvollsten ist. Bei einer Unverträglichkeit auf das eine Mittel, kann also durchaus noch ein anderes ausprobiert werden. Timmy hat im Laufe der Zeit vier verschiedene Mittel erhalten und hat keines vertragen. 

 

Die gängige Praxis ist es, dem Hund alle 3 Monate eine Wurmkur zu verabreichen. Hunde, die jagdlich geführt werden, streunen, gerne Kot und Aas fressen oder sich häufig auf Hundewiesen aufhalten sollten sogar monatlich entwurmt werden. Wenn wir jetzt von einem ganz normalen Familienhund ausgehen, der 15 Jahre alt wird und wir den Empfehlungen folgen, dann würde dieser Hund in seinem Leben um die 60 Wurmkuren verabreicht bekommen, bei monatlicher Gabe natürlich entsprechend mehr. Puuuuh das ist schon eine ganz schöne Menge, wenn man bedenkt das er möglicherweise ja gar keine Würmer hat und die Chemiekeule, die man da verabreicht, eigentlich total unnötig war. Und wie jedes  anderen Medikament, kann eben auch eine Wurmkur Nebenwirkungen haben. Diese treten wohl zwar recht selten auf, aber wie man bei Timmy sehen kann, gibt es durchaus Hunde die Wurmkuren einfach nicht vertragen. 

 

Was viele auch noch immer nicht wissen ist, dass eine Wurmkur nicht prophylaktisch wirkt. Eine Impfung tut dies und schützt den Hund (oder den Mensch) vor einer bestimmten Erkrankung. Eine Wurmkur schützt den Hund jedoch nicht vor Würmern. Wenn ich ihm heute eine Tablette verabreiche, kann er bereits am nächsten Tag Wurmeier aufnehmen und die Würmer feiern bald eine fröhliche Party im Darm des Hundes. Die Tablette juckt sie zu dem Zeitpunkt herzlich wenig. Wenn die Würmer zum Zeitpunkt der Tablettengabe bereits im Darm sind, dann werden sie in der Regel auch ziemlich souverän abgetötet und ausgeschieden. Wenn aber nichts da ist, kann auch nichts abgetötet werden. 

 

Was mir jedoch logisch erscheint und in meinen Augen auch das einzig sinnvolle Argument für die regelmäßige "prophylaktische" Entwurmung ist, ist dass diese Intervalle die Population von Würmern bei Hunden und Katzen geringer halten können. Und somit natürlich die Gefahr von gesundheitsschädigenden Folgen für Mensch und Hund verringert wird. Siehe hierzu auch den meiner Meinung nach sehr sachlichen Text von Tierarzt Rückert

 

Die Kotuntersuchung

 

Eine Alternative zur herkömmlichen Wurmkur stellt die regelmäßige Untersuchung des Hundekots dar. Wichtig hierbei ist, dass man an drei aufeinanderfolgenden Tagen ein wenig Kot einsammelt und nicht nur eine einzige Kotprobe untersuchen lässt. Der Kot kann dann auf alle gängigen Wurmarten und Stadien (Eier, Larven, Würmer) untersucht werden. Nach Auslandsaufenthalten in Regionen die zu Risikogebieten zählen, kann es jedoch durchaus sinnvoll sein eine zusätzliche Blutuntersuchung durchführen zu lassen. Denn einige nicht heimische Würmer können wohl über den Kot nicht nachgewiesen werden. Die Larven des Herzwurms beispielsweise kann man aber sicher über eine Blutuntersuchung erkennen. 

 

Die Kotuntersuchung wird ebenfalls alle 3 Monate empfohlen, bei Hunden die zu den oben genannten Risikogruppen zählen, sollte bestenfalls monatlich untersucht werden. Die Untersuchung des Hundekots tut dem Hund nicht weh, ist für den Hundehalter aber natürlich ein Mehraufwand. Zum einen, weil man regelmäßig dran denken muss und zum anderen, weil man sich beim Tierarzt (oder anderswo) die Röhrchen besorgen muss, dran denken muss den Kot an 3 aufeinanderfolgenden Tagen zu sammeln, die Röhrchen zum Tierarzt bringen muss und - je nach Tierarzt, Größe des Hundes etc. - ggf. mehr bezahlen muss. Wir bezahlen für die Kotuntersuchung weniger als für die Wurmtablette. Bei kleinen oder leichteren Hunden wird es vermutlich umgekehrt sein. 

 

Hier mal ein Beispiel um beide Methoden besser zu verstehen und zu beurteilen: 

 

Ein Hund nimmt an Tag 1 Wurmeier auf, welche eine Präpatenzzeit von beispielsweise 50 Tagen haben. Präpatenzzeit ist die Zeit von der Aufnahme der Wurmeier bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Hund selbst infektiöse Wurmstadien bildet, ausscheidet und somit zur "Gefahr" für andere wird. 

 

An Tag 2, Tag 3 und Tag 4 nehmen wir eine zufällige Kotprobe und geben diese ab. Der Befund wird negativ sein, da sich ja noch keine infektiösen Stadien gebildet haben. Die 50 Tage sind noch nicht rum, es sind noch keine Eier oder Würmer im Kot. Ab Tag 51 scheidet der Hund dann selbst aber infektiöse Wurmeier aus, welche den Menschen oder andere Hunde infizieren können. Eh der Wurmbefall in der nächsten Kotuntersuchung auffällt, wäre also etwas über ein Monat vergangen. In diesem Monat ist der Hund für andere ansteckend. 

 

Gehen wir davon aus, dass wir an Tag 0 ein Wurmkur verabreichen und sich der Hund an Tag 1 mit Würmern infiziert. Dann fängt er auch hier am Tag 51 an infektiöse Wurmeier auszuscheiden und die Gefahr für andere sich anzustecken besteht. Mit der nächsten Wurmkur, welche ja im gleichen Intervall durchgeführt wird wie die Kotuntersuchung, fallen die Würmer auf und werden durch die Wurmkur behandelt. Der Zeitraum, in dem der Hund ansteckend ist, ist aber letztlich der selbe. Nämlich der von Tag 51 bis zur nächsten Wurmkur, also ebenfalls etwas über einen Monat. 

 

Es kommt letztlich auch immer darauf an, wann sich der Hund ansteckt und wann die Untersuchung bzw. die Wurmkur erfolgt. Und wann sich ein Hund ansteckt weiß niemand. Da eine Prophylaxe durch Wurmkuren nicht möglich ist, kann ein Hund zwischen zwei Wurmkuren genauso Wurmeier ausscheiden wie zwischen zwei Kotuntersuchungen. Diese Intervalle, in denen keine Behandlung bzw. Untersuchung erfolgt, gibt es in beiden Fällen. In beiden Fällen ist ein Hund gleichermaßen eine "Gefahrenquelle". Nur, dass der eine eben mit weniger Chemie belastet wird. 

 

Ich habe euch mein Beispiel nochmal als kleine Grafik angefügt, so ist es vielleicht noch verständlicher:

 

 

Wie handhaben wir das bei Timmy und wie stehen wir persönlich zum Thema Wurmkur?

 

Wie bereits gestern kurz erwähnt, hat Timmy seit etwa 4 Jahren keine Wurmkur mehr bekommen. Wir lassen stattdessen seinen Kot untersuchen und er erfreut sich bislang bester Gesundheit. Er ist unseres Wissens nach Wurmfrei und hatte auch noch nie mit Würmern zu kämpfen. Allerdings hatte er 2013 Giardien, das muss man fairerweise dazu sagen. Timmy ist jetzt allerdings auch nicht der Typ Hund, den man in eine der "Risikogruppen" stecken kann. Er frisst weder Kot noch Aas, interessiert  sich nur wenig für andere Hunde und hat entsprechend wenig Kontakt zu anderen Hunden, Hundeplätze und Hundewiesen besuchen wir auch nicht. Wenn, dann würde er sich am ehesten beim Schnuppern an Kot oder beim Fressen von Gras etc. anstecken. Wir haben in der Familie oder im Bekanntenkreis auch keine Kinder oder immunschwache Menschen und Tiere, bei denen ein Kontakt mit Würmern vom Hund zu ernsthaften Problemen führen könnte. Für mich persönlich sind "prophylaktische" Wurmkuren einfach zu viel sinnlose Chemie im Hundekörper, wenn er denn gar keine Würmer hat. Bei einem nachgewiesenen Wurmbefall würde er natürlich eine Wurmkur bekommen, das steht außer Frage. Wir setzen aber vor allem auf ein gesundes Immunsystem und eine gesunde Ernährung unter anderem mit den gestern vorgestellten natürlichen Mitteln. Ich persönlich habe einfach ein mulmiges Gefühl dabei, wenn ich meinem Hund 4 Mal im Jahr ein Mittel - ein Nervengift - verabreiche, welches problemlos andere Lebewesen tötet. 

 

 

Aber am Ende muss das jeder Hundehalter für sein Tier selbst entscheiden und für sich, sein Tier und seine Umwelt abwägen, was am sichersten und am gesündesten ist. 

Der Wurmtest von Vetevo

Vetevo hat keinen neuartigen Wurmtest entwickelt, sondern bietet ein praktisches Set für Tierhalter an, um den Kot des Hundes auf Würmer oder auch auf Giardien untersuchen zu lassen. Das Set kann man einmalig für 29€ (mit Giardien 39€) bestellen oder als praktisches Abo alle 3 Monate für 25€ (mit Giardien 35€). Der Vorteil beim Abo ist definitiv, dass man die Kotuntersuchung nicht vergisst, das finde ich wirklich praktisch. Im Set inbegriffen sind 3 Proben-Röhrchen, eine Schritt-für-Schritt Anleitung, ein kostenloser Rücksendeumschlag und im Nachgang natürlich die Auswertung und Aufbereitung der Resultate an PC oder Smartphone. Der Versand des Sets ist kostenfrei und erfolgt laut Website innerhalb von 24 Stunden.

 

 

Proberöhrchen und Rücksendeumschlag
Proberöhrchen und Rücksendeumschlag
Schritt für Schritt Anleitung
Schritt für Schritt Anleitung

Wenn ihr euer Set erhalten habt, könnt ihr also direkt mit dem Sammeln der Proben loslegen. In den Röhrchen sind kleine Spatel mit eingearbeitet, so dass man wirklich ganz einfach Proben vom Kot nehmen kann. Das Röhrchen lässt sich einfach wieder verschließen und man kann es für den Rest des Spaziergangs problemlos in die Jackentasche packen. Wenn ihr alle drei Proben beisammen habt, werden die Röhrchen in den mitgelieferten Rücksendeumschlag gepackt und zurück an Vetevo gesandt. 

...die vollen Röhrchen in den beigelegten Umschlag packen...
...die vollen Röhrchen in den beigelegten Umschlag packen...
...und ab damit in den Briefkasten zu Vetevo.
...und ab damit in den Briefkasten zu Vetevo.

Wir haben die Proben am Dienstagabend verschickt und hatten am Donnerstag die Benachrichtigung das unsere Proben angekommen sind und untersucht werden. Bereits am Freitag konnte ich dann unser Ergebnis online abrufen. 

 

Das ganze läuft übrigens über euer eigenes Profil, welches bei der Bestellung angelegt wird. Wenn eure Proben untersucht wurden, erhaltet ihr eine E-Mail und könnt dann über euer Profil eure Ergebnisse abrufen. Die Ergebnisse erhaltet ihr im PDF-Format, so dass ihr diese super abspeichern oder auch ausdrucken könnt, um sie beispielsweise eurem Haustierarzt zu zeigen. Auf dem PDF befindet sich außerdem noch eine Handlungsempfehlung, wie es jetzt für euren Hund weiter geht. Wenn er keine Würmer hat, ist natürlich alles super und es sind keiner weiteren Schritte notwendig.

 

 

Euer eigenes Profil. Hier könnt ihr auch mehrere Tiere anlegen und habt sie so alle im Blick.
Euer eigenes Profil. Hier könnt ihr auch mehrere Tiere anlegen und habt sie so alle im Blick.
Unter dem Punkt "Behandlungen" seht ihr die bereits erfolgten Untersuchungen und habt so eine gute Übersicht.
Unter dem Punkt "Behandlungen" seht ihr die bereits erfolgten Untersuchungen und habt so eine gute Übersicht.

Und so sieht das ganze dann aus, wenn ihr den Ordner mit dem Wurmtest öffnet. Ihr könnt den Ablauf verfolgen und euch dann das Testergebnis als PDF downloaden.
Und so sieht das ganze dann aus, wenn ihr den Ordner mit dem Wurmtest öffnet. Ihr könnt den Ablauf verfolgen und euch dann das Testergebnis als PDF downloaden.

Und nun das spannendste: Ist Timmy Wurmfrei oder müssen wir handeln?

 

Wie auch in den letzten vier Jahren konnten bei Timmy keine Würmer nachgewiesen werden. Somit haben wir ihm zum wiederholten Male unnötige Chemie erspart.


Unser Feedback

 

Ich finde die Idee hinter dem Set wirklich super und stehe absolut hinter dem Slogan "Erst Testen, dann handeln". Es ist total einfach und unkompliziert zu handhaben, man muss nicht erst Röhrchen kaufen oder die Kotproben umständlich in kleinen Büchsen, Tüten etc. einsammeln und irgendwie zum Tierarzt transportieren. Man muss auch nicht nochmal extra zur Auswertung zum Tierarzt fahren, sondern bekommt wirklich alles fix per Mail. Für uns ist das so tatsächlich viel einfacher, denn unser Tierarzt ist 30 Km entfernt und liegt auch entgegengesetzt zu meinem Arbeitsweg. So können wir uns definitiv den Weg sparen und das ist das, was es für mich persönlich überzeugend macht. Auch die Sache mit dem Abo finde ich sehr gut, denn so vergisst man keine Kotuntersuchung mehr. 

 

Den einzigen Minuspunkt den wir vergeben müssen - aber das gilt auch wirklich nur für uns persönlich - ist auf Grund des Preises. Bei unserem Tierarzt zahlen wir 11,18 € für die Untersuchung von 3 Proben inkl. Auswertung. Bei unserem vorherigen Tierarzt waren es allerdings um die 25 €. Auf Instagram habe ich eine kleine Umfrage durchgeführt und der durchschnittliche Preis bei unseren Followern lag in etwa bei 25-30 € für die Kotuntersuchung beim Tierarzt. Wenn wir - wie bei unserem vorherigen Tierarzt - 25 € bezahlen würden, würden wir den Service von vetevo definitiv nutzen, weil es für uns dann einfach praktischer wäre. Vorerst werden wir aber auf Grund der Preisspanne von fast 20 € die Kotuntersuchungen bei unserem Tierarzt  durchführen lassen, werden uns aber nächste Woche nochmal nach den aktuellen Preisen erkundigen. 

 

Das Set an sich und die Idee finden wir aber absolut klasse und wir unterstützen vetevo sehr gern dabei bekannter zu werden und hoffen, dass dem ein oder anderen Vierbeiner eine "prophylaktische" Wurmkur erspart bleibt. Und wenn unsere kleine Beitragsreihe zusätzlich auch nur eine Person zum Umdenken beim Thema Wurmkuren angeregt hat, dann haben wir unser Ziel erreicht. 

Wenn ihr jetzt neugierig auf den Test geworden seid, dann könnt ihr mit dem Code Timmy10 bis zum 15.11.2018 10 % auf den Wurmtest sparen. 


Wir hoffen, euch haben beide Artikel und die Art, wie wir die Kooperation mit einbezogen haben, gefallen und ihr konntet für euch etwas wissenswertes mitnehmen. 

 

 

Wir würden uns sehr über ein Feedback in den Kommentaren oder auch gern per E-Mail freuen. 


Das Produkt wurde uns kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

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Kommentare: 1
  • #1

    Fiasko (Freitag, 02 November 2018 20:45)

    Danke für diesen tollen Beitrag. Veneto hat nun einen Kunden mehr.