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Der kommt schon wieder...

… ein Satz, den ich einfach nicht mehr hören kann und der unter anderem letztlich dazu geführt hat, dass ich mich weitestgehend von allem fern halte, was mit Beagles zu tun hat.

Vor noch nicht allzu langer Zeit, habe ich mich stets gefreut mich mit anderen Beaglebesitzern auszutauschen - egal in welcher Form. Es ist halt immer nochmal etwas anderes, wenn man unter "Gleichgesinnten" ist und über die Eigenschaften und Charaktere der Rasse philosophieren kann. Das ich grundsätzlich vor Beagles warne, weil sie mehr Monster als Hund sind, hat inzwischen sicher jeder meiner Leser irgendwie schon mal mitbekommen. Und das ich das nicht immer ganz ernst meine, hoffentlich auch ;-)

 

Beagles sind aber nun mal speziell, elende Sturköpfe und können einen hin- und wieder zur Weißglut treiben. Unter anderem mit ihrem unermüdlichen Jagdtrieb (welch Überraschung bei Jagdhunden!). Und weil das vielen eben offensichtlich nicht ganz so bewusst ist, werde ich auch immer und immer wieder erwähnen, dass Beagles nicht ganz einfach sind. Und wenn ich mich in diversen Portalen, Foren, Tierheimen und ähnlichem umschaue, schein ich ja nicht ganz unrecht zu haben. Ja ja, ich weiß. Lebensumstände ändern sich etc. und man kann auch nicht alle Abgabehunde bzw. deren Besitzer über einen Kamm scheren. Aber wenn ich mehrmals im Monat lese, dass ein recht junger Beagle (15 Wochen - 5 Monate) abgegeben wird, weil man ihn nicht mehr gerecht wird… Nun ja, dann denke ich liegt der Grund der Abgabe nicht selten daran, dass man sich eben nicht mit dem Charakter der Rasse auseinander gesetzt hat.

Ich schweife ab. Jedenfalls... Überraschung: Der Beagle ist ein sturer Jagdhund! Und Jagdhunde jagen mitunter sehr gerne. Nicht selten können Beagles genau deshalb nur schwer ohne Leine laufen bzw. nur in bestimmten Gebieten und auch nur dann, wenn man sich eben zu 100 % auf den Hund konzentriert und die Umgebung schneller scannen kann als dieser. Es gibt tatsächlich nicht gerade wenige Beagles, die eben nach dem ein oder anderen Ausflug häufig nur noch an der (Schlepp)-Leine geführt werden können. (Wie immer gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel!) Wir zählen ebenfalls zu den Schleppleinen Hundehaltern dazu und auch wenn wir nach wie vor den Rückruf stets trainieren, so wird Timmy sehr wahrscheinlich weiterhin den Großteil der Spaziergänge an der Leine bleiben müssen. 

Einige wissen ja, dass Timmy in seinen 7 Jahren genau 3 Alleingänge unternommen hat. Einen im Freilauf, einmal in Folge einer gerissenen Leine und einmal mit Leine dran nach einem Sturz. Und seitdem wissen wir eines ziemlich sicher: Er kommt eben nicht immer wieder.

 

Wir retuschieren die Leine stets auf unseren Bildern, aber sie ist immer dran. In dem Fall wurde auch das Geschirr retuschiert.
Wir retuschieren die Leine stets auf unseren Bildern, aber sie ist immer dran. In dem Fall wurde auch das Geschirr retuschiert.

Timmys erster Alleingang war mit 2,5 Jahren. Bis dahin lief er relativ souverän leinenlos. Klar, er ist hier mal einem Vogel hinter her, dort mal kurz einer Katze aber er hat sich dabei nie so weit von uns entfernt, dass es in irgendeiner Art und Weise kritisch gewesen wäre. Ok, sein Ausflug zur Pferdekoppel bei welchem er sich im Stromzaun verfing war nicht ganz so cool aber im Großen und Ganzen lief das alles super und er war stets in Sichtweite. Im Wald war er eh immer angeleint, obwohl ihn jagen bis dato tatsächlich nicht sonderlich interessierte. Auch Spuren waren nicht so wahnsinnig interessant. Also alles gut soweit. Dann kam Tag X und der Herr stöberte - ausversehen - ein Reh auf. Denn Frauchen hat den Ball in das einzige Gebüsch weit und breit geworfen und ausgerechnet da saß ein Reh. Also bin quasi ich der Grund allen Übels ;-)

Reh sieht Hund, Reh rennt weg, Hund rennt hinterher. Und das für 8 Stunden. Bis er von einer aufmerksamen Autofahrerin auf der Straße eingesammelt wurde, weil er eben auf dieser orientierungslos umher lief. Ich möchte noch nicht mal daran denken, was passiert wäre wenn es eine Bundesstraße und keine kleine Landstraße gewesen wäre…

 

Von da an lief Timmy also an der Schleppleine. Zwischendurch probierten wir es nochmal Leinenlos, aber er ist schlicht nicht mehr sicher abrufbar gewesen. Etwa ein Jahr später riss dann unsere Schleppleine als Timmy gerade eine Spur im Schnee nachging. Rufen war zwecklos, die temporäre Beagletaubheit hatte bereits eingesetzt. Timmy war weg. Wir also den Spuren hinter her, bis uns unser örtlicher Jäger entgegenkam und uns folgenden Satz sagte: "Ich habe euren Hund dort hinten frei laufen gesehen. Ich fahre jetzt heim, hole mein Gewehr und komme wieder…". Er fuhr weg und er kam wieder… Wir haben völlig verzweifelt Timmy gesucht, bis wir ihn letztlich zu Hause unter dem Balkon sitzend fanden. Das Geschirr hing nur noch halb an ihm dran, er hing also - wie wir vermutet hatten - irgendwo fest. Ich möchte noch nicht mal daran denken, was gewesen wäre wenn der Jäger ihn vor uns gefunden hätte oder wenn er sich nicht allein hätte befreien können - wo auch immer er fest hing… (Anmerkung: Ich will damit nicht gegen Jäger hetzen! Ich bin mir durchaus bewusst, dass dieses Verhalten nicht die Regel ist.)

 

Der letzte und schlimmste Alleingang war vor ziemlich genau 2 Jahren. Was genau passiert ist, könnt ihr hier nochmal nachlesen. In Kurzform: Timmy war samt Schleppleine 2,5 Tage in einem recht unübersichtlichen Waldgebiet verschwunden. Wir haben mit über 60 Leuten und mehreren ausgebildeten Suchhunden Tag und Nacht gesucht, bis ein (zum Glück sehr netter) Jäger ihn fand. Ich möchte noch nicht mal daran denken, was passiert wäre wenn die Frostbeule eine weitere Nacht bei Minusgraden im Wald fest gehangen hätte…

 

So - und nun gibt es leider erschreckend viele Hundebesitzer - leider vor allem Beaglebesitzer - die sagen: "Ja, der haut öfter mal ab so für 30-45 Minuten. Länger war der noch nie weg. Aber der kommt schon wieder, da passiert nichts…"

 

Ich denke ihr merkt schon, auf was ich mit unseren Beispielen hinaus will. Ja, der Hund kann tatsächlich wieder kommen und wird es vermutlich auch immer irgendwie versuchen. Aber nicht immer gelingt ihm das, wie ihr am Beispiel von Timmy sehr gut seht.

 

Was ist, wenn sich euer Hund mit dem Geschirr irgendwo verfängt und es eben nicht durchreißen kann oder sich befreien kann? Vielleicht noch im Winter bei -12 Grad oder im Sommer bei +30 Grad in der prallen Sonne ohne Wasser in der Nähe? Was ist, wenn er sich so verfängt und sich dadurch selber stranguliert? Was ist, wenn er auf die Straße rennt? Er gefährdet damit nicht nur sein Leben, sondern es ist auch für Autofahrer gefährlich. Was ist, wenn er auf eine Bahnstrecke rennt? Wenn er in einem Kanalrohr stecken bleibt, weil er dem Hasen hinterher ist? Was ist, wenn er auf einen schießwütigen Jäger trifft, der ihm beim Hetzen sieht? Was ist mit dem Reh, dass er - vielleicht sogar zu Tode - hetzt? Was ist, wenn er währenddessen in eine Beißerei mit einem anderen Hund gerät?  Was ist, wenn er sich selbst verletzt und einfach nicht mehr weiter kann? Nicht jeder Hund bellt dann. Wir haben mal einen Beagle gesucht, der mucksmäuschenstill unter einem Holzhaufen kauerte, während wir ihn 2 Meter nebenan gerufen haben…

 

Aber in 30 Minuten kann ja nicht viel passieren und er kommt ja eh wieder zurück…

 

Zugegeben: Das sind durchaus alles drastische Folgen und es kann jedem passieren, dass der eigene Hund weg läuft. Und ja, wir sind gebrannte Kinder. Wie schnell das geht, kennen wir ja nun selber. Und auch, dass es eben nicht immer die eigene Schuld ist. Aber wenn ich weiß, dass mein Hund nicht abrufbar ist und ich mich weigere, den Hund an eine Leine oder Schleppleine zu nehmen "weil der arme Hund ja dann nicht mehr ausgelastet wird" oder ich einfach zu faul bin, mich draußen mit meinem Hund zu beschäftigen und auf ihn zu achten und deshalb die o. g. Folgen billigend in Kauf nehme, dann kriege ich SO einen Hals. 

 

Übrigens: Hier könnt ihr Lesen, wie wir Timmy trotz Leine super auslasten. Zusätzlich fahren wir Fahrrad, gehen joggen und schwimmen viel mit ihm. Ja, dass geht alles auch mit Leine.

 

Wir hatten jedes Mal verdammt viel Glück gehabt und zu Timmys Sicherheit und zur Sicherheit von anderen Lebenwesen, bleibt er so lange an der Leine, bis der Rückruf irgendwann sicher klappt. Und wenn das Training eben noch 3 Jahre dauert, dann ist das eben so. Mit einem Hund - egal welcher Rasse - muss man nun mal arbeiten und man muss sich mit ihm beschäftigen. Aber sich hinstellen und sagen "der kommt schon wieder" ist definitiv der falsche Ansatz! 

 

 

Wie seht ihr das? War euer Hund schon einmal für kurze Zeit verschwunden und akzeptiert ihr das oder sagt ihr dann auch, erstmal an die Leine bis es wieder klappt? 

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Kommentare: 11
  • #1

    Anni (Freitag, 10 Februar 2017 09:28)

    Hy,
    toller Artikel und ich bin absolut auf Deiner Seite! Du bringst es auf den Punkt. Mein Hund hat sich auch als leidenschaftlicher Jäger entpuppt und läuft jetzt auch nur nich an der Schleppleine (vorerst, wir arbeiten dran!).
    Unsere Erlebnisse waren zwar nicht so extrem wie Eure, aber das möchte ich auch nicht erleben! Deshalb Vorsicht als Nachsicht.
    Mich regen solche "der kommt schon wieder" auch richtig auf!!! Du hast absolut recht, es kann so viel passieren, nicht nur dem Hund, sondern auch anderen Tieren und Menschen. Es kann ja auch sein, dass ein Autofahrer ausweicht und gegen einen Baum fährt, als Folge dann gelähmt ist oder gar stirbt. Ich will das nicht zu verantworten müssen!
    Warum müssen die Menschen so rücksichtslos und egoistisch sein?
    Faulheit spielt sicherlich auch eine Rolle, dabei ist es gar nicht so schwer seinen Hund richtig auszulasten. Seitdem ich Alex sein Futter erarbeiten lasse und er ein- bis zweimal die Woche Kontakt zu seinem Kumpel hat, ist er absolut ausgelastet. Es ist ein Irrglaube, dass Hunde nur im Freilauf ausgelastet und glücklich sind. Ich kenne sogar Hunde, die nur frei laufen, aber überhaupt nicht ausgeglichen sind, weil ihnen die geistige Auslastung fehlt, die mindestens genauso wichtig ist (bei den meisten zumindest)!!!
    Aaaahhhh ein Aufregerthema für mich... :-) Ich hoffe viele lesen Deinen Artikel und überdenken mal ihr Verhalten!!!
    Viele Grüße
    Anni

  • #2

    Steffi (Freitag, 10 Februar 2017 11:46)

    aaaah! Ja! Davon kann ich auch ein gaaaaaaaanz lautes Lied singen!
    Ich habe nun auch das "Vergnügen" mit 2 Cockern mein Leben verbringen zu dürfen!!! Mir war auch klar was ich mir da ins Haus hole und hatte mit Ren auch echtes Glück. Er läuft mal einer Krähe nach oder einem aufgeschreckten Hasen aber er dreht schneller wieder ab als man überhaupt rufen kann... Ja, und dann kam Stimpy! Sie entdeckte mit ca 6 Monaten ihren sehr ausgeprägten Jagdtrieb. Leider war ich zu dem Zeitpunkt in der für uns falschen Hundeschule und ich wurde mit meinem "Problem" nicht ernst genommen... Da war sie schon bei den Spaziergängen in diversen Maisfeldern verschwunden und kam auf kein Rufen zurück! Dann war ich irgendwann im Besitz einer Schleppleine und die begleitet uns nun nach fast 4 Jahren immer noch. 2 Alleingänge hat sie schon unternommen. Auch einmal eine gerissene Schlepp und einmal ist sie vom eingezäunten Hundeplatz abgedampft! Ja, und ich kann mit Sicherheit sagen: Stimpy kommt nicht wieder! Und das ist mir zu gefährlich! Ich mag mir gar nicht ausdenken was da alles passieren kann! Und ein Hund kann auch an der Schleppleine glücklich sein! Zum Glück habe ich nun eine Trainerin an meiner Seite, von der ich lerne, Stimpy anders auszulasten. Wir machen Dogdancing und Mantrailing! Und die Maus ist damit, hoffentlich, zufrieden. Klar! Ich fänd es auch schöner wenn sie einfach frei laufen könnte. Aber in unserem Fall ist sie draußen einfach gar nicht ansprechbar! Da ist alles andere so viel interessanter. Leider..... Aber gut! Wir haben uns mittlerweile arrangiert und kommen so ganz gut klar!
    Aber ich kann Dich auch voll und ganz verstehen dass Dir der Spruch aus den Ohren raushängt! Geht mir nicht anders! Jedes Mal verdrehe ich die Augen und sage: NEIN! DIE KOMMT NICHT WIEDER!!!!
    Lasst Euch nicht ärgern und streichel Timmy mal über seinen Sturkopf ;)

    Viele liebe Grüße
    Steffi mit Ren & Stimpy

  • #3

    Nadine (Freitag, 10 Februar 2017 12:44)

    Hallo ihr Zwei,
    guter Artikel kann ich alles nachvollziehen. Wir haben eine Ridgeback-Hündin und es hat genau 3 Jahre gedauert bis wir einen sicheren Rückruf aufgebaut haben. Wälder mit viel Wild wurde trotzdem von uns gemieden oder nur mit Schleppleine betreten. Heute ist die Omi schon 11 Jahre und der Geruchsinn nicht mehr das was er mal war. Wenn wir jetzt im Wald sind, sehe ich die Rehe vor ihr und sie nimmt sie zum Glück nicht mehr war.
    Solche Besitzer der Dritten Art kennen wir nur zu gut......dazu fällt mir nix mehr ein . Das ist genauso wie diese Sorte von, der Macht nix ! Liebe Grüße Nadine und die Omis

  • #4

    Beagle Timmy und Elke (Samstag, 11 Februar 2017 01:09)

    Da sind wir wieder und können nur bestätigen wie nervig diese ewigen Bemerkungen und abschätzenden Blicke gegen die Schleppleine sind. Ja, ja der arme Hund usw.. Bevor wir uns für einen Beagle entschieden haben, haben wir uns schon intensiv mit der Rasse auseinandergesetzt. Der Jagdtrieb , seine temporäre Taubheit und die Sturheit haben uns dann nicht wirklich überrascht, doch die Theorie und das in der Praxis aushalten, sind natürlich etwas anderes. Dass unser Timmy fast immer an der Schleppleine bleibt, finden wir deshalb gar nicht so schlimm. Natürlich üben wir den Rückruf , doch der klappt nicht zuverlässig( gegen eine Wildspur können wir selbst mit den tollsten Leckerlis noch nicht anstinken). Also bleibt er an der Leine, bevor er sich und andere gefährdet. Auch an der Schlepp kann man den Spaziergang abwechslungsreich gestalten. Ich glaube ihr und wir machen viel mehr als viele dieser nervigen Schlaumeier. Am Anfang habe ich versucht zu erklären, warum man einen Beagle nicht so einfach laufen lassen kann (...Jagdhund ist nicht gleich Jagdhund, der Beagle wurde zur selbstständigen Jagd gezüchtet und arbeitet nicht am Mann... der Supernase entgeht nichts...auch die Sturheit, ein Ergebnis der gezielten Zucht, ist schwer zu durchbrechen u.v.m.). Doch die Leute hören oft gar nicht richtig zu, so dass ich es aufgegeben habe. Ich glaube manche brauchen diese Angeberei, was für tolle Hundebesitzer sie sind und dass sie ihre Hunde frei laufen lassen können. Selbst gute Bekannte nerven immer wieder mit ihren Kommentaren:" Na, muss er immer noch an der Leine gehen?" oder "Du musst ihn härter anpacken, Dominanz zeigen.". In einer hiesigen Hundeschule werden die Hunde beim Schleppleinentraining für den Rückruf heftig durch die Luft geschleudert, damit sie gehorchen lernen. Nein danke, das ist unmöglich!(Hundeschulen sind auch so ein Thema für sich.) Wir gehen deshalb am liebsten alleine spazieren und mit 3 Hunden darf er auch schonmal ohne Leine toben. Wir glauben, dass Timmy trotzdem ein zufriedener und glücklicher Hund ist.
    Liebe Grüße Beagle Timmy und Frauchen Elke aus dem Rheinland

  • #5

    Jasmina (Montag, 20 Februar 2017 09:07)

    Ein guter Artikel! Ich kenne das Problem nur als "fremde Hundehalterin", der öfter mal ausgebüxte Hunde im Wald entgegen kommen. Wenn ich ein Stück später dann und wann den Halter oder die Halterin treffe und sie mir dann so ganz entspannt entgegnen, "der Hund würde ja schon zurückkommen" oder "er weiß ja wo er wohnt" ...dann bin ich immer ziemlich entsetzt. In der Regel wohnen die Hunde nämlich nicht im Wald, sondern müssen mehrere stark befahrene Straßen überqueren.
    Ich verstehe oft nicht, wie die Halter solch ein Risiko immer wieder aufs Neue eingehen können.

    Andererseits empfinde ich es mit meinen 2 großen Hunden auch nicht als Wohltat, wenn mir ausgebüxte Rabauken entgegen kommen und meine Bande erstmal aufmischen. Passieren kann das durchaus. Wenn es aber quasi zum Vorsatz wird (Siehe Zitat "Der kommt schon wieder") dann finde ich das ätzend. Und leider ist nicht jeder so vorbildlich und beginnt dann mit dem Rückruftraining an der Leine.

    Ich wünsche euch noch viel Erfolg :)
    Jasmina

  • #6

    Anika (Montag, 27 Februar 2017 07:32)

    Hey,

    Adgi geht ab und auch mal stiften. Nie so oft, dass ich ihn komplett an eine Schleppleine nehme.
    Er ist dann und wann mal 3-5 Minuten und mir rutscht das Herz in die Hose.
    Zum Glück kommt er aus allen "Anziehsachen" gut raus.
    Da er sehr große Kreise läuft, ist ein hinterherkommen oft nicht möglich. Wenn er dann wirklich mal weg ist, geht einer hinter her und einer bleibt an Ort und Stelle.
    Allerdings sag ich hier auch in aller Ehrlichkeit, dass ich die ersten 5 Minuten auch mit dem Satz "der kommt schon wieder, der weiß wo er wohnt" trotzig am Wegesrand stehe, mit wildklopfendem Herz.

    Liebe Grüße und ein wirklich wichtiger Artikel!

    Anika

  • #7

    Ines (Montag, 27 Februar 2017 14:52)

    Schön geschrieben. Da habt ihr echt einen Alptraum erlebt als Timmy so lange nicht zu finden war. In unserem Umfeld ist mir noch keiner mit dem Spruch ,,der kommt schon wieder,, gekommen. Im Gegenteil Dexter ist der einzige Beagle der auch ohne Leine unterwegs ist. Ich habe natürlich auch schon den einen oder anderen Schreckmoment erlebt. Sobald der Schlawiener eine Verlockung...Reh oder Hase ....vor mir Erspäht ist es echt schwer ihn aus dem ....ich erwisch dich Modus ..zu holen. Stimmt das Timing und mein Nein kommt rechtzeitig kann ich ihn erfolgreich zurück halten und ihn anleinen. Habe ich das Gefühl das ich mich nicht voll auf ihn Konzentrieren kann bleibt er angeleint. Deshalb habe ich volles Verständnis für alle die auf Nummer sicher gehen und ihren Hund nicht in Gefahr bringen. Gerade einen Beagle kann man durch Suchspiele super auslasten. Dexter liebt es mehr als alles andere gemeinsam mit uns in Haus und Garten versteckte Spielsachen oder Leckerchen ausfindig zu machen. Aber auch ich kenne so Sprüche die einen den Kamm schwellen lassen. ;-) meiner ist ....die regeln das schon unter sich...
    Liebe Grüße Ines und Dexter

  • #8

    Kathrin (Montag, 27 Februar 2017 15:56)

    Hallo!
    Ein schöner obwohl ungeschönter und wichtiger Artikel! Man ist als Hundehalter rund um die Uhr für seinen Hund und für alles, was der tut, verantwortlich. Da ist es einfach vollkommener Quatsch, sich selbst einfach so "für eine Dreiviertelstunde" von dieser Verantwortung freizusprechen. Denn unabhängig davon, ob der Hund tatsächlich wiederkommt, ist ein unkontrolliert herumlaufender Hund nicht nur eine Gefahr für sich selbst, sondern auch für Andere. Im am wenigsten schlimmen Fall ist er zumindest oft eine Belästigung. Rumo ist ja ein Retriever, also größtenteils für die jagdliche Arbeit beim Menschen gezüchtet, aber auch da darf man nicht naiv sein, seine Nase funktioniert nämlich.;-) Wir haben immer wieder Phasen in der Erziehung, wo er nur an der Schleppleine läuft, auch wenn er glücklicherweise noch nie außer Sicht gerannt ist.
    Viele liebe Grüße

  • #9

    Susi (Montag, 27 Februar 2017 18:58)

    Hallo!
    Super Beitrag. Du schreibst mir aus der Seele. Ich habe einen Prager Rattler - auch ein Jagdhund. Einmal habe ich ihn ohne Leine im Wald laufen lassen, beim Ball spielen kann ja kaum was passieren. Doch - kann. Ähnlich wie bei dir: Hund sieht Hase, Hase flüchtet, Hund hinterher und weg war er. Rufen war zwecklos. Jetzt immer mit Leine. Egal wo wir sind und egal was andere Hundebesitzer von mir halten.
    Liebe Grüße und dich und Timmy

  • #10

    Beagle Timmy und Frauchen (Freitag, 07 April 2017 20:39)

    Ihr Lieben,

    wir haben erst jetzt eure ganzen lieben Kommentare gelesen! Irgendwie haben die Benachrichtigungen nicht funktioniert :-(
    Wir danken für die viele positive Resonanz! Ich hoffe auch, dass den Artikel noch viele Leute lesen - vor allem diejenigen, die die Gefahr noch unterschätzen.

    Liebe Grüße vom Ausreißer Timmy und dem Frauchen :-)

  • #11

    Lea (Montag, 06 November 2017 10:31)

    Ich habe meine Beagledame bekommen, da war sie bereits 6 Jahre alt. Gassi gehen gab es beim Vorhalter nicht, nur Gartenhaltung. Kommandos auch gleich Null..... Jetzt ist sie 9 und kann wunderbar im Wald und auf Feldern ohne Leine laufen und ist jederzeit abrufbar. Nur innerhalb von Wohngebieten klappt das nicht zuverlässig
    Aber da ich das weiß, kann ich mich drauf einstellen. Das Wichtigste Kommando ist "auf-dem-Weg-bleiben". .... bedeutet, die Pfoten müssen auf dem Weg sein sonst wird sofort korrigiert. Hat zwar gedauert, aber funktioniert �In Wohngebieten ist es so schwer, weil alle ihr Gesicht so niedlich finden und sie von ihren "Einbruchsopfern" ständig Streicheleinheiten und Leckereien bekommt. Ganz egal, was man sagt... selbst im Futterladen, die es doch eigentlich besser wissen müssten... Aber ein Beagle ist gut erziehbar, solange Euer Dickkopf größer ist als seiner ��