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                           [Hundemüde]                                     Wie viel Schlaf braucht der Hund?

von Vicky


Immer häufiger lese ich Beiträge von anderen Hundebesitzern, in denen es darum geht, dass der Hund zu aufgedreht ist. Das er permanent unter Strom steht und einfach nicht müde wird. Viele denken dann, dass sie ihn noch nicht genug beschäftigt haben und suchen nach weiteren Alternativen. Dabei waren sie schon mehrere Stunden Gassi, haben gespielt und ihn auch geistig ausgelastet. Einige Besitzer sind dann ratlos und wissen sich nicht mehr zu helfen. Ja, sogar über eine Abgabe des Hundes wird dann nachgedacht. Was viele aber außer Acht lassen, ist das Ruhebedürfnis der Hunde. Es ist wichtig, ein gutes Mittelmaß zwischen Ruhe und Beschäftigung zu finden. Dann sind sie ausgeglichen und so manches Problem löst sich dadurch.


Ein Hund braucht ganz einfach seine Ruhe. Man sagt, um die 18 Stunden. Welpen, Kranke und Senioren sogar noch ein wenig mehr. Ruhe heißt übrigens nicht zwangsläufig schlafen. Auch das faule rum liegen in der Sonne, um die Nachbarn zu beobachten gehört dazu.

Das Ruhebedürfnis ist natürlich von Hund zu Hund unterschiedlich und man kann das selbstverständlich nicht pauschal auf jeden Hund übertragen. Aber es ist ein Richtwert. Normalerweise sollten sich Hunde den Schlaf nehmen, den sie brauchen. Aber das machen sie leider nicht immer. Den Haushunden wurde diese Eigenschaft über die vielen Jahre ein Stück weit heraus gezüchtet. Vielen muss man erst antrainieren, dass sie zur Ruhe kommen sollen. Um das zu erlernen, legt man sich zum Beispiel gemeinsam mit dem Hund für ein Nickerchen hin. Und wenn wir mal ehrlich sind: Es gibt doch eh nix schöneres als ein Mittagsschläfchen mit dem Hund auf der Couch ;-)


Wer schon mal in einem Land war, in dem es viele Straßenhunde gibt, wird bestimmt folgendes beobachtet haben: Die Straßenhunde liegen vielmals am Strand oder auf Wiesen herum und dösen vor sich hin. Diese verwilderten Hunde haben meist einen gesünderen Rhythmus. Sie nehmen sich den Schlaf, den sie brauchen. Wir konnten dies auf Mauritius beobachten. Die Hunde wirkten dort tatsächlich sehr zufrieden und entspannt. Dennoch hat es uns das Herz zerrissen, auch wenn sie dort vergleichsweise gut behandelt wurden. Auch von den Einheimischen.

 

Wie wichtig Schlaf ist, wissen wir eigentlich alle selber. Jeder, der schon mal Schlafmangel hatte, weiß das es einem dann nicht wirklich gut geht. Man ist gereizt, genervt und unkonzentriert. Auch auf Hunde wirkt sich der Schlafmangel so aus. Ein Dauerhafter Schlafmangel kann sogar chronische Krankheiten hervor rufen.


Timmy schläft/döst zum Beispiel sehr gerne und viel. Ich denke, er kommt auf rund 17 Stunden Ruhe. Er ist übrigens auch ein Langschläfer und kommt unter der Woche nur sehr schwer aus dem Bett. Wir müssen ihn teilweise aus dem Bett schubsen, damit er aufsteht zum Pipi machen. Und er geht dann wirklich nur raus, macht Pipi und will wieder rein. Wir können gar nicht so schnell gucken, so schnell liegt er wieder im Bett.


Früher hatte ich immer ein schlechtes Gewissen, Timmy alleine zu Hause zu lassen. Aber mittlerweile sehe ich das ein wenig entspannter. Denn letztendlich ist dies seine Ruhezeit. Wenn wir da sind, beschäftigen wir uns mit ihm. Wir gehen raus, wir spielen viel zusammen, wir fordern ihn geistig. Er ist dann der Mittelpunkt. Wenn er alleine ist, schläft er. Wir haben ihn in der Anfangszeit immer heimlich überwacht, um zu sehen wie er sich verhält. Da war aber bis auf wenige Ausnahmen (andere Hunde laufen vor dem Fenster lang zB) außer schnarchen nichts zu hören :-)


Ich denke, wir haben für Timmy einen guten Rhythmus geschaffen, mit dem er super klar kommt. 



Wie ist das bei euch? Sind eure Hunde Langschläfer? Müsst ihr sie zur Ruhe zwingen oder nehmen sie sich selbst eine Auszeit? 


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Kommentare: 2
  • #1

    Wera (Mittwoch, 30 September 2015 09:47)

    Hallo Timmy,

    also ich bin auch eher eine Schlafmütze. Mein Frauchen steht morgens immer früh auf und nach unserer früh morgentlichen Pippi-Runde lege ich mich auch erst nochmal hin und döse ein wenig. Mittags nach dem Essen mache ich auch mein Nickerchen bis es dann zur nachmittaglichen Gassi-Runde losgeht. Zwischendurch werde ich natürlich reichlich bespaßt, aber zum Ausruhen muss mich Frauchen nicht zwingen, dass mache ich von ganz allein :D

    Wuff-wuff Grüße von Wera

  • #2

    Socke-nHalterin (Mittwoch, 30 September 2015 21:48)

    Nun, ich erlebe es jetzt, wo ich von zu Hause arbeite, dass Socke bis 12:00 Uhr richtig fest schläft und bis 16:00 Uhr mit wechselnden Schlafplätzen viel döst. Ab 17:00 Uhr wird sie munter….
    Am Wochenende sieht das schon mal anders aus, weil wir dann unterwegs sind. Nichts desto trotz braucht Socke ihre Ruhephasen, die sie auch bekommt.

    Socke wird älter, ist erkrankt und wir lassen sie dann in Ruhe….Selbst für Ihre Mahlzeiten alle 4 Stunden wecke ich sie nicht…Dann bekommt sie sie eben später….
    Schlafen ist ja auch soooo schön.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke