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Clicker-Training für Hunde | So funktioniert es.

 

Neben der körperlichen Auslastung ist auch die geistige Auslastung für Hunde wichtig. Viele Hundehalter machen mit ihren Hunden Hundesport wie zum Beispiel Agility, Obidience oder auch Mantrailing. Aber nicht alle Hunde mögen das oder können diese Sportarten aus gesundheitlichen Gründen nicht ausüben. Eine Alternative bietet das Clicker-Training in Verbindung mit Trickdogging beispielsweise. Was das genau ist und wie es funktioniert erklären wir euch heute. 

 

Clicker-Training - Was ist das? 

 

Das Training mit dem Clicker ist eine ganz einfache Methode, um den Hund zu zeigen welche seiner Verhaltensweisen erwünscht sind und kann somit auch in seiner Ausbildung eingesetzt werden. Das clickern stammt aus den USA und ist eine wissenschaftlich erforschte Ausbildungsmethode für Tiere aller Art (ja, auch mit Katzen kann man clickern!)  Das Clicker-Training kann in sämtlichen Bereichen eingesetzt werden. Es eignet sich für die Grunderziehung, für das erlernen von Kunststückchen und Tricks aber auch Hundesportarten können damit trainiert werden. Er ist aber natürlich nicht die Lösung aller Erziehungsprobleme und keine Wunderwaffe!

 

Wichtig: Wir arbeiten ausschließlich mit positiver Bestärkung! Bestrafung gibt es bei uns nicht! Hunde sind Meister des Verknüpfens. Und eine Strafe müsste SOFORT erfolgen, was so gut wie nie möglich ist. Ein etwas überspitztes Beispiel: Du gehst mit deinem Hund spazieren und er schnüffelt an einer Schaukel auf der Kinder sitzen. Du rufst ihn, er hört nicht. Daraufhin wirfst du zur Bestrafung die Leine in Richtung des Hundes. Der Hund erschrickt und verknüpft dies aber nicht mit seinem "Nicht-Kommen" sondern im schlimmsten Falle mit den Kindern. Und was haben wir dann? Ein Hund der Angst vor Kindern hat. Das war nicht das Ziel, oder? Deshalb arbeiten wir nur mit Bestärkung in Form von Leckerlis, Spielzeug, unserem Lobwort (Oder auch Markerwort) "Top" oder eben dem Clicker. 

 

Was ihr braucht:

  • Clicker*
  • Leckerlis (oder Spielzeug)

Und wie funktioniert das nun? 

 

Eigentlich ist es ganz einfach. Schwierig ist nur: Ihr müsst schnell sein. Verdammt schnell. Denn: Auf das Timing kommt es an. Man spricht von ungefähr einer Sekunde, in der man Zeit hat, den Hund zu belohnen (oder zu bestrafen). 

 

1. Konditioniere deinen Hund auf den Clicker. Er muss ja erstmal lernen, was dieses "KlickKlack" zu bedeuten hat. Betätige den Clicker und gib dem Hund sofort eine Belohnung. Wiederhole das ca. 25 Mal und mache das gleiche am nächsten Tag noch einmal. Nun weiß dein Hund:

 

Click = super Belohnung 

 

2. Baue nun den Clicker in dein Training ein. Wir haben mehrere Clicker und einen häufig dabei. Zeigt dein Hund nun ein erwünschtes Verhalten, könnt ihr sofort clicken und danach belohnen. Dein Hund verknüpft das Verhalten recht schnell mit dem Click. 

 

Beispiel 1: Dein Hund soll apportieren lernen. Spiel mit deinem Hund und so bald er den Gegenstand fest in der Schnauze hält, clickerst du. Er versteht recht schnell, dass das festhalten des Gegenstandes toll ist, weil es dann eine Belohnung gibt. 

 

Beispiel 2: Wir wollten den Trick "Diener" lernen (bei uns heißt er "Down"). Timmy beugt sich immer nach dem aufstehen nach vorn oder wenn er uns zum Spiel auffordern will. Da wir den Clicker in solchen Momenten immer dabei hatten, konnten wir sofort clicken, sobald er unten aber sein Hintern noch oben war. Er hat ziemlich schnell kapiert, wofür er die Belohnung bekommen hat. 

 

Was bringt das Clicker-Training?

 

In erster Linie soll es dir und deinem Hund Spaß machen. Es dient zur sinnvollen, geistigen Beschäftigung. Es fördert das Denken und eigenständige Problemlösen. Außerdem verstärkt es die Bindung zwischen dir unddeinem Vierbeiner. Wir finden es Klasse und es ist schön zu sehen, wie Timmy voller Freude und hochkonzentriert beim Training mit macht. 

 

Erzählt uns doch auf unserer Facebookseite von eurer Erfahrung mit dem Clicker. Wir freuen uns drauf! 

 

Viel Spaß beim üben und ausprobieren!

 

 

* Clicker bekommt ihr in jedem gut sortierten Zoofachhandel wie Fressnapf, Zoo & Co. oder auch in Gartencentern (Dehner, Klee) mit Kleintierabteilung. Ansonsten natürlich auch im Internet bei Zooplus, Schecker oder auch über die gängigen Portale wie Amazon und Ebay. Sie kosten um die 5€. 

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